Rainbow Cruise – Oder: Ein perfekter Tag!

Vorweg ein paar Infos zum Tourziel.

Eigentlich brauche ich zur Beschreibung dieses Tages nur ein paar Fotos…

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Was gibt es da noch zu erzählen? Na vielleicht, dass ich eben noch kurz beim Airport war und es morgen um 13h – falls das Wetter mitspielt – einen ganz total privaten Scenic Flight nur für den Ansgar ganz allein geben könnte – I’m very excited!!!

Nachdem ich mich Abends noch mal versichert habe mich in der richtigen Zeitzone zu befinden und mir die Wecker in Handy, GPS und iPOD auf 7:00 gestellt habe – war ich dann schon um 06:58 wach. Genial – eine Weile ruhig im Bett liegen und dann denken “Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert!” (Zitat: Hannibal, A-Team) Nach ausgiebiger Körperpflege – man könnte es fast als Wellness-Pause bezeichnen, geht es dann kurz rüber zum Safeways ein Roastbeef-Sandwich kaufen. Danach dann ab zur Wahweap Marina. Die nette Dame mit dem Rangerhut heißt mich auch heute herzlich willkommen. “Do you want to have a broshure?” “Thanx, I already have a map, you gave me one yesterday!” “Oh, yes really – I did – Ya, I remember you! Have a nive day…” Die Leute sind hier so cool…

Pünktlich um viel zu früh bin ich dann bei den beiden kleinen Mädels am Boad Trip Desk. Eine der beiden ist neu im Job und die andere zeigt ihr wie alles geht. Sie ist total aufgeregt, dann sieht sie meinen Personalausweis und fragt mich “Are you from denmark?” Was haben die bloß immer alle mit Dänemark? Waren die Wikinger mal hier und haben hier für Zoff gesorgt – ich weiß es nicht – nein ich komme nicht aus Dänien, ich komme aus der Gegend zwischen Frankreich und Polen! Sie versteht es nicht – “Ok, I am from GERMANY!” Wer sagt es denn, schon gepunktet! Ich kriege mein Ticket – dafür werden dann nur 153 Dollar von der Kreditkarte abgebucht – das Reisen ist hier so einfach…

Mit meinem tollen Ticket geht es kurz zurück zum Auto die Kampfausrüstung ran schleppen! In der Lobby gibt es eine Ecke mit Kaffee und anderen Nettigkeiten. “Hello, how are you – can I get a coffee here?” “No Sir, we’ve no coffee today!!” Hm… Dann lacht er und fragt “What size do ya want?” Aha – kleiner Spaß am Morgen! “Well, I just wanna little WAKE ME UP", do ya have that?” “Sure we have that, sometimes I need it too. I always take this large one!” Dabei zeigt er auf einen Becher der mich an die große Portion Popkorn im Kino erinnert. “Thanx I think the small one will fit my needs! Can I get some milk please?” “Oh we’ve some sugar and coffee creamer over there!” “Thanx but I love milk, do you have some milk please!” “You want milk?? Cow milk?” “You’ve something else rather than cow milk?” “Ok…”

Dann holt er aus der Kühlung eine Gallone (!!) frische Milch und gießt etwas in den Kaffebecher bis ich STOP sage – Perfekt! Bereits drei Dollar später habe ich einen heißen Kaffee in der Hand und es geht den betonierten blitzblanken Weg runter zu den Ausflugsboten. Auf halbem Weg kommt mir eine Dame in einer Art Marineuniform in sowas wie einem Golfplatzvehikel entgegen. “Do ya wanna take the trip to rainbow bridge?” “Yes, I want!” “Do ya have a ticket!” “Yes I have a ticket!” “You’re an early bird – so wait down there we’ll be starting in 45 minutes!” Das ist ein Wort… Während sie das Essen und die Getränke holt schaue ich mir die Boote an. Das schicke große Schiff aus der Internetpräsentation der Tour ist verriegelt und menschenleer. Ein wenig weiter ist ein viel kleineres, viel älteres Schiff und dort putzt gerade jemand akribisch die Fenster. Es heißt Ethel G. – ob es das ist? Na für mich allein braucht es auch nicht mehr… Später erfahre ich dann, dass das Schiff nach der Frau des Wahweap-Gründers benannt ist.

Kurz drauf lerne ich das Ehepaar Fono aus Kanada kennen. Er hat auch ne Nikon, wir verstehen uns prächtig! Nach und nach kommen noch ein paar Leute hinzu und pünktlich um 9h startet die Tour!

Die Dame aus dem Golfplatzvehikel ist der Kapitän! Sie ist eine Navajo Indianerin und erzählt und eine Menge über den See, seine Geschichte, die Indianer, das Kohlekraftwerk, es ist richtig gut! Schließlich gibt sie uns sogar noch eine Kostprobe ihrer Muttersprache, das führt bei den Zuhörern zu fragenden Gesichtern und geöffneten Mündern – cool!

Die Fahrt zur Rainbow Bridge ist wunderbar. Es ist saukalt, der Wind bläst wie die Hölle das Schiff geht richtig ab und es riecht am hinteren Ende nach verbranntem Diesel! Der Stoff aus dem die Träume sind 🙂

Nach drei Stunden werden die Wände des Canyons enger und wir kommen schließlich an einen schwimmenden Anleger. Nun haben wir 90 Minuten für die kurze Wanderung zur größten Natursteinbrücke der Welt. Die Zeit vergeht wie im Flug, schnell die Knipsbilder schießen und dann geht es auch schon wieder zurück, ich gehe als letzte an Bord – ich habe sicher die meisten Bilder geknipst…

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Dann gibt es Sightseeing! Frau Kapitän steuert das Schiff in verwegener Weise durch die engsten Schluchten. Zwischen die Felswände und das Boot passt vielleicht ein Fußball – mehr nicht! Irgendwann ist Schluss, der Canyon wird zu eng und man kann an dieser Stelle gut wenden. Der Weg raus ist dann etwas schwieriger, es passt einfach nicht! Das Schiff touchiert die Wände und der Bootsmann ist in Rettungsweste bemüht das Schiff von den Wänden wegzudrücken. Das sieht echt gefährlich aus und ich mag mir nicht vorstellen was passiert wenn er abrutscht und zwischen Schiff und Felswand gerät!

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Es passt nicht mehr – die Wände haben sich verschoben oder die Struktur des Schiffes hat sich mit der Richtung geändert! Also rückwärts zum Wendeplatz – zweiter Versuch! Frau Kapitän nimmt nun einen etwas anderen Kurs. Der Bootsmann hat sich mit einer Art Enterhaken aus Aluminium mit roten Gummipuffern bewaffnet. Er schaut sich alles gut an und gibt Anweisungen durch das geöffnete Fenster. Nun klappt es prima, der Enterhaken bleibt unbenutzt und er sagt schließlich den Menschen, die ihn da gerade fotografieren, etwas wie “Sie muss mir immer mal wieder zeigen, dass sie es besser kann als ich!”

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Um 17h sind wir wieder bei der Wahweap Marina. Das kleine Lunchpaket war ganz lecker, aber das versprochene im Preis enthaltene “Dinner” hatte ich mir anders vorgestellt…

Ok, es war ein genialer Tag, wir hatten viel Spaß, ich habe Leo Ma aus Taiwan und die beiden Fonos aus Kanada kennengelernt. Wir hatten echt viel Spaß zusammen und unsere E-Mail-Adressen haben wir auch getauscht!

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Um 17h15 bin ich dann wieder bei der netten Dame am Page Airport. Sie kennt mich schon richtig gut und wir halten ein Schwätzchen. Morgen um 7h30 startet der Pilot zum Rundflug mit Bodenkontakt in Monument Valley. Da war ich schon zweimal, es wäre nett was “individuelles” buchen zu können. Dieser Rundflug ist auch nicht billig, mit 250 Dollar muss man rechnen. Wenn man allein ist, hat man abhängig von der Anzahl der übrigen “Mitflieger” ggf. auch für ZWEI PERSONEN zu bezahlen! Die individuelle Variante ist also nicht wirklich viel teurer! Um 12h kommt die Truppe zurück, danach wird das Flugzeug eine Stunde lange gereinigt, betankt und gecheckt. Ich wäre also um 13h an der Reihe! Ok, abgemacht!

Gut gelaunt geht es zum Auto! Auf dem Weg zurück sehe ich es dann schon wieder! Jemand pflegt seinen Garten! “Genial!” denke ich mir. Statt den Rasen zu mähen, die Blumen zu gießen und das Unkraut auszuzupfen hat er ein Gerät mit dem schönen Namen STIEHL an der Schuler und pustet einfach den ganzen überflüssigen Dreck auf das Grundstück seines Nachbarn. So geht das hier und das macht nicht nur er, ich habe es jetzt schon oft beobachtet! Nur steht nicht auf allen “STAUBBLÄSERN” das schöne Wörtchen STIEHL…

Im Motel gibt es das letzte Eating Right Menü aus der Mikrowelle und während 21GB Bildmaterial hin und her gewälzt werden schreibe ich schnell mein BLOG…

Hier gibt es die Diashow des Tages.

Hier die Track-Auswertung:

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Hier das KMZ zum selber gucken.

Hier noch das nachgelieferte Video des Tages:

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