Testbilder mit der Nikon P7000

Es ist Freitag und ich kann endlich mal wieder in meinem eigenen Bett ausschlafen – was für ein Luxus. Während ich im Bad die Zähne putze denke ich an all die nörgelnden unzufriedenen Kinder dieser Welt die gar nicht wissen wie gut sie es haben. Sie werden von der Mama geweckt, müssen keine Wäsche waschen, kriegen ein Frühstück gemacht und werden dann noch mit Papas X5 zur Grundschule gefahren damit sie sich keine Erkältung einfangen.

Ok, nicht allen Kindern geht es so gut! Aber die denen es so gut geht wissen es in der Regel nicht zu schätzen. Welche Mutter und welcher Vater haben sich nicht schon die Haare gerauft weil der Nachwuchs egal wie immer unzufrieden war? Während die Zahnbürste in den Becher wandert kommt mir die Idee mal zu versuchen wie sich die neuen NIKON P7000 auf dem Gebiet der „eBay-orientierten Produktfotografie“ schlägt.

Also vier frische geladene Batterien in das Nikon SB-900 stecken und dann mal sehen was geht. Auf dem Weg ins Wohnzimmer stolpere ich über den neuen Koffer. Ok, erst einmal wird der Koffer ausgepackt, es ist ne Menge Wäsche drin die reif für die Waschmaschine ist. Eine Weile danach läuft die Waschmaschine vor sich hin und ich habe das Manfrotto 190CLB samt FLM Centerball 38 FT in der Hand. Das Ding ist schwer und ich habe jetzt einen größeren Koffer. Also könnte ich den Kugelkopf an ein größeres und leichteres Carbonstativ montieren. Die Suche nach einem geeigneten Schraubendreher fördert längt verloren geglaubte Dinge ans Tageslicht. Wenn ich doch mal ein paar Tage am Stück daheim sein könnte, irgendwann wären auch alle Kartons mal ausgepackt… Aber es hat auch was gutes, ich finde drei Ladegeräte für Mignonzellen und einen fast neuen Schraubendreher.

Die Operation gestaltet sich schwieriger als gedacht. Der Kugelkopf ist nicht nur von unten mit drei Madenschrauben fixiert, nein er ist auch mit viel Draft an die Mittelsäule des Stativs geschraubt. Ich ziehe die Panorama-Stellschraube so fest es geht und versuche den Kugelkopf abzuschrauben. Es rührt sich einfach gar nichts. Für Aussenstehende wäre es ein lustiges Bild wie ich da im Wohnzimmer mit dem Stativ ringe. Aber schließlich hat es verloren und ich kann den Kugelkopf auf das deutliche leichtere BENRO Carbonstativ montieren. Dieses Stativ hatte ich mir im Januar 2009 kurz vor dem Abflug in die USA bei Foto Oehling in Mainz gekauft. Es hat schon die Wave und viele andere schöne Orte gesehen. Nur eines hatte ich beim Kauf damals nicht bedacht – meinen Koffer! Daher musste ich das damals alles zerlegen und einzeln transportieren. In diesem Jahr kann ich es gebrauchsfertig in den Koffer packen. Am 27. Februar könnte ich knapp unterhalb des Zabriskie-Point kurz in den Koffer greifen und mich dann zur Horde der Abendlichtsüchtigen dazu gesellen – mal sehen – ich werde berichten 🙂

Ok, eigentlich geht es hier um die Testbilder die ich heute mit der neuen P7000 gemacht habe.

Hier habe ich vier Bilder ausgesucht. Die P7000 kann ihre Bilder im RAW-Modus auf der Speicherkarte ablegen. Wer will kann wie bei den großen Schwestern zusätzlich ein JPG speichern. Die RAW-Bilder habe ich mit Nikon Capture 2.2.6 geöffnet und die Ausrichtung korrigiert. Da ich die Bilder wie durchschnittliche „eBayer „machen wollte, habe ich natürlich KEIN Stativ benutzt. Das SB-900 Blitzlicht habe ich einfach nach oben gegen die weiße Decke gerichtet. Das war es dann auch schon. Von Nikon Capture aus habe ich die Bilder dann als 16-Bit TIFF gespeichert und danach mit Photoshop ein bisschen die „Linsen geputzt“. Dann als JPG gespeichert und hier hochgeladen. Klingt doch ganz einfach, oder?

Wer auf die kleinen Vorschaubilder klickt kann sich die großen „Originale“ anschauen. Ich muss sagen, ich bin vom Detailreichtum, dem Rauschverhalten bei ISO-200 und der Schärfe der Bilder durchaus überrascht. Sie sehen fast aus als wären sie mit einer deutlich teureren Spiegelreflex gemacht worden – RESPEKT!

Aber urteilt selbst – und hinterlasst vielleicht einen kurzen Kommentar 🙂

Das Wetter ist fies, ich will gar nicht so recht vor die Türe. Aber ein kurzer Blick aus dem Fenstere inspiriert mich dann doch zu einem kleinen Panorama-Experiment.

Der Panorama-Assistent der P7000 ist über die verschiedenen „Szenen“ verfügbar. RAW-Bilder kann man da leider keine machen, aber dafür bekommt man ein wirklich brauchbare Unterstützung im Display angeboten. Über die in das Multifuktionsrad auf der Rückseite integrierte Wippe kann man vorgeben in welche Richtung man ein Panorama fotografieren möchte. Nach dem ersten Bild wird dann zum Beispiel der rechte Teil ganz links im Display angezeigt. Diese Hilfe ist transparent und man kann so sehr schön das nächste Foto korrekt anknüpfen.

Hier ist mein erstes P7000 Freihand-Panorama mit 21-MPix:

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