Nikon D700 versus D7000 – Performance-Test

Es ist Samstag und die Sonne lacht. Aber Sandra ist durch und durch erkältet, die Nase tropft und die Glieder schmerzen. Aber, das Gehirn braucht Sauerstoff! Also bleiben die Motorräder und das Cabrio heute mal daheim. Um kurz nach 12h geht es mit meiner schwarzen Dieselrakete zur „Wahner Heide“, gleich hinter dem Köln-Bonner Flughafen. Dort bin ich früher auf dem Weg zur Arbeit immer mal wieder für ein paar Minuten gewesen und habe mit einer Nikon F4, F100 oder F5 und später mit einer Nikon D100 Flieger geknipst. Motoviert war das alles durch Bilder eines Fotografen der diverse Flieger exakt von unten fotografiert und sie einander gegenüber gestellt hat. Dieser Artikel aus irgendeiner Fotozeitung geistert mir seit Jahren im Kopf herum wenn ich in der Nähe eines Flughafens bin.

Heute sind die Nikon D7000 und die D700 im Gepäck. Zusätzlich habe ich noch die neue Nikon AW-100 dabei. Die Anfahrt dauert nicht lang und warm eingepackt warten wir auf die Flieger die da kommen werden.

Zwischendurch finde ich einen sehr schönen fast unbeschädigten Pilz. Ich versuche mich mal an einer Nahaufnahme mit der kleinen Nikon AW-100. Richtig gelingen tut das erst, als ich die Kamera auf den Kopf stelle und das Blitzlich als „Aufheller“ verwende. Wirklich praktisch diese kleinen Kameras 🙂

Dann wird es ernst, die ersten Flieger kommen. An meine D7000 setze ich das Nikon AF-S VR 18-200mm – mal sehen wie es sich schlägt! Oben drauf sitzt ein Adapter eines kleinen „Schirmhalters“. Daran habe ich eine Stativ-Adapterschraube gedreht und da wiederum einen GoPro Stativ-Adapter angeschraubt. Oben drauf sitzt eine GoPro HD HERO 1080.

Nachdem einige Flieger „durch sind“ habe ich das Gefühl, dass die D7000 einfach zu langsam ist. Also raus mit der D700, dem AF-S 1.4/50mm und dem MB-D10 Batteriegriff samt großem EN-EL4 aus meiner Nikon D2x. Ich stelle auch hier nur den RAW-Modus ein, keine JPG-Vorschaubilder! Im Karten-Slot steckt die neue schnelle 16GB CF-Karte von Foto Gregor in Köln. Drauf mit der GoPro und los geht der Spaß. So eingestellt geht die D700 ab wie eine Rakete! Das macht Spaß, nur kommen zu wenig Flieger 🙁 Und die Flieger die kommen sind langweilige Kisten von German Wings. Ok, man kann nicht alles haben…

Zum Abschluß mache ich noch einen kleinen Soundcheck mit dem ZOOM H2. Dann geht es zurück zum Auto. Es ist inzwischen 15h und wir haben Hunger. Im Navi finden wir das Schloß-Restaurant an der Agger – das klingt gut! Also los, es sind nur ein paar Kilometer!

Dort angekommen bleibt bis auf die neue Nikon AW-100 alles im Auto. Hier habe ich zwei Testbilder aus der kleinen AW-100…

Hier ein Foto der Tischdekoration – Selbstauslöser  & Makro-Programm – ganz brauchbar – oder?

Später wird dann daheim das Video des Tages geschnitten – Nikon D700 versus D7000. Meine Gewinnerin ist ganz eindeutig die schon etwas in die Jahre gekommene D700. Im Vergleich zur D7000 hat sie irgendwie genau die Power die man für wirklich schnell fliegende „Objekte“ braucht. Das 50er Objektiv ist ein wenig zu kurz, also habe ich auch mal einige Fotos mit einem AF-S VR DX 16-85mm gemacht – das dunkelt die Bildränder wirklich kräftig ab – aber so schlecht sieht das gar nicht aus 🙂

2 Kommentare zu “Nikon D700 versus D7000 – Performance-Test

  1. Matze

    Die Autofokusgeschwindiigkeit kann man „leider“ nur bei den gleichen Kamera- und Objektiveinstellungen vergleichen.
    Da Du bei der D7000 den -entschuldige- Suppenzoom verwendet hast, bekommt die Kamera bei 200mm gerade mal eine Offenblende von 5,6 für die Offenblendmessung.
    Dagegen hast Du beim 50mm eine Blende von 1,4 an der D700!

    Das bedeutet die D700 bekommt das 4-fache an Licht auf den Sensor wodurch sie natürlich schneller scharfstellen kann.

    Daher das nächste mal für solch einen Test bitte die gleichen Voraussetzungen, dieser ist völlig unbrauchbar, Sorry!

    Gruß Matze

    • Die Autofokusgeschwindigkeit ist bei diesem Test eher sekundär, denn sie hängt davon ab, ob die Kamera im Modus AF-S oder AF-C betrieben wird und ob man mit Schärfe- oder Auslösepriorität arbeitet. Ich nutze den AF-C selten und wenn dann meist mit Auslösepriorität. Meist drücke ich dann zwischendurch auch noch den AF-Lock Button, damit hat die AF-Geschwindigkeit keinen Einfluss auf die Serienbildfrequenz.

      Ich habe Deinen Kommentar aber zum Anlass genommen und mir die RAW-Bilder nochmals angeschaut. Die D700 war bei diesem kleinen Test im 12-Bit Modus und ich hatte den Batteriegriff mit dem großen EN-EL3e Akku aus meiner D2x montiert. Damit ist die D700 definitiv schneller als die D7000. Man sollte vielleicht beide Kameras mal im RAW-Modus bei identischer Farbtiefe vergleichen. Dann sieht es ggfs. schon ganz anders aus.

      Auch bei der neuen Nikon D4 werden das Dateiformat und die Farbtiefe einen Einfluss auf die Serienbildfrequenz haben. Ich denke, dass die derzeit angegebenen 11 B/s im RAW-Modus bei voller Farbtiefe ggfs. auch nicht gehalten werden können.

      Hier sind die Herstellerangaben:

      D700:
      – Mit Lithium-Ionen-Akku EN-EL3e: 1 bis 5 Bilder/s bei langsamen Serienaufnahmen (CL), 5 Bilder/s bei schnellen Serienaufnahmen (CH)
      – Mit Multifunktionshandgriff MB-D10, bestückt mit anderen Batterien bzw. Akkus als Lithium-Ionen-Akku EN-EL3e oder Netzadapter EH-5a/EH-5: 1 bis 7 Bilder/s bei langsamen Serienaufnahmen (CL), 8 Bilder/s bei schnellen Serienaufnahmen (CH)

      D7000:
      1 bis 5 Bilder/s (CL) oder 6 Bilder/s (CH) (CIPA-Standard)

      Laut Nikon ist die D700 unter idealen Bedingungen also schneller als die D7000. Sobald etwas Zeit ist, mache ich mal einen direkten Vergleich zwischen D700 und D7000 bei identischer Farbtiefe ohne Autofokus. Mal sehen was dabei herauskommt. Vielleicht ist die D700 bei voller Farbtiefe ja doch ein wenig langsamer als die D7000?

      Danke für Deine Anmerkung!

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