Nikon D7000 – Zeitraffer mit AF-S VR 4/200-400

Bei der Erstellung meines Artikels zur Fahrt über den Schweizer Klausenpass sind mir ein paar alte Fotos „in die Hände gefallen“ auf denen meine damalige Freundin Nina zusammen mit meiner schönen alten BMW R80-RT zu sehen ist. Da kam mir die Idee eine alte MP3 Datei anzuhören die wir von mittlerweile 13 Jahren aufgenommen haben. Damals im Oktober 1999 hatte mein Vater Geburtstag und er ist überraschend kurz danach gestorben und einen Tag vor Heiligabend bei strömendem Regen beerdigt worden. Es kam mir damals alles vor wie in einem schlechten Film.

Während wir einige Wochen zuvor dabei waren unsere Sachen zusammen zu packen um ihn und meine Mutter zu besuchen hatte Nina die Idee, dass wir noch schnell für Ihn ein Geburtstagslied aufnehmen könnten. Nina schlug das Largo aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel vor – das „Ombra Mai Fu“

Ich habe schnell ein Playback mit meinen damals noch sehr zahlreichen Synthesizern erstellt. Nina hat einen Kopfhörer aufgesetzt und dann live zu meinem Playback gesungen. Nach drei Takes waren wir zufrieden und ich habe noch schnell eine kleine CD gezaubert. Wir haben dazu das Cover der 6. Symphonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski in der Aufnahme mit Leonard Bernstein (Deutsche Grammophon) eingescannt und den Titel mit Photoshop so verändert, dass Nina & Ansgar draufstanden.

Noch sehr gut erinnere ich mich an das erwartungsvolle Gesicht meines Vaters, als er diese CD ausgepackt hat. Er hatte insgeheim gehofft, dass wir für ihn eine kleine Lied aufnehmen. Und es war lustig zu sehen wie ihm zunächst die Gesichtszüge entgleisten als er dachte wir hätten einfach nur eine CD für ihn gekauft. Aber dann kam ihm die Erleuchtung und seine Augen begannen zu leuchten. Sekunden später lag die CD im CD-Player und wir lautschten andächtig den Klängen meiner Synthesizer und natürlich Ninas Sopranstimme.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass meine Eltern sich grinsend ansehen, statt dessen begannen sie wie auf Kommando gleichzeitig zu weinen!

Was war los?? Es dauerte eine ganze Weile bis sie sich wieder beruhigt hatten und schließlich haben sie uns erzählt, dass wir ohne es zu wissen genau das Lied getroffen haben das damals bei ihrer Hochzeit in der Kirche gesungen wurde. Welch ein Zufall, da gibt es Millionen Lieder die wir hätten aussuchen können und wir haben genau dieses Lied „getroffen“.

Als mein Vater kurz drauf nicht mehr bei uns war habe ich dieses Lied wirklich oft gehört und noch heute stimmt es mich sehr nachdenklich.

In den letzten Wochen hatten wir hier in Bonn oft einen sehr krassen Himmel mit schweren Gewitterwolken und zwischendurch immer wieder sonnigen Abschnitten. Das ganze hat mich fasziniert und ich habe immer mal wieder meine Nikon D7000 mit meinem großen 200-400mm Teleobjektiv an ein geöffnetes Fenster gestellt. Die D7000 nimmt 20 Minuten Video auf, danach ist Schluß! Weil ich immer wieder vergessen habe die Kamera „zeitnah“ neu zustarten, habe ich leider nur einzelne „Videoschnipsel“ die ich mit Magxi Video Deluxe MX auf um das 50-fache Tempo beschleunigt habe.

Die gewaltigen Datenmengen sind ein großes Problem und noch viel schwieriger ist es, alle Parameter so einzustellen, dass die Wolken später auch „flüssig“ dahinziehen. Es hat mich mehrere Anläufe gekostet es halbwegs zu hinzubekommen. Dazu musste ich das knapp 180 Sekunden lange Video einmal als unkomprimiertes AVI speichern. Das Ding war dann satte 14,0 GB groß und das bei nicht einmal voller HD Auflösung sondern „nur“ in 720p!

Anschließend habe ich das Monster in Video Deluxe importiert und als WMV-Datei ausgegeben. Wirklich unzufrieden bin ich mit dem Kompressionsergebnis. Besonderns in den dunklen Bildbreichen sieht man wirklich extrem fiese Kompressions-Artefakte. Vielleicht hat ja einer von Euch eine Idee mit welchen Einstellungen man das Video so hinbekommt, dass es annähernd wie das „unkomprimierte Monster“ aussieht?

Ok, ich bin gespannt auf Euer Feedback!

0 Kommentare zu “Nikon D7000 – Zeitraffer mit AF-S VR 4/200-400

  1. Nicolas

    Meine Zeitraffer lade ich erst einzeln in das primitive Programm Windows Movie Maker. Dort kann man gut die Widergabegeschwindigkeit hoch drehen (bis 64x). Danach rendere ich die Videos dann in mein Zeitrafferarchiv. Von dort aus suche ich mir für die weiterverarbeitung dann einfach ein paar Schnipsel aus. Magix wird dann nicht mehr so überfordert. Für den Export bei Magix empfehle ich ein Profil mit eigenen Parametern an zu legen. Da musst du ein wenig ausprobieren. Bei Videos mit schnellen Bewegungen solltest du 25 oder 30 bilder/s nehmen, bei Tutorials oder Diashows (ohne Übergänge), reichen aber auch 15 – 20 frps. Bei der Komprimierung dann nicht zu stark vorgehen, am besten über 20.000kbits. Wenns dich Beruhigt: bei meiner Internetverbindung bleibt der Rechner öfter mal über Nacht an 😀

    VG Nicolas

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