Nikon D300 – Delicate Sunset

Oft ist es spannend und „ertragreich“ auf einer der vielen externen Festplatten in alten Fotos zu stöbern. Mir ist dabei heute eine Reihe von Fotos ins Auge gesprungen die noch in Form von RAW-Dateien seit April 2010 auf einer externen Festplatte darauf gewartet haben endlich entdeckt zu werden. Die Fotos sind am 22. April 2010 im Arches Nationalpark entstanden. Morgens habe ich mich mit meiner D2x auf die Nase gelegt, wobei sie schwer beschädigt wurde. Die Reparaturkosten betrugen fast 1.000 Euro und als wenn ich es geahnt hätte, hat mir dieser dumme Sturz fast den Tag verdorben.

Aber man darf sich nicht unterkriegen lassen und so bin ich dann zum Sonnenuntergang einmal wieder hinauf zum Delicate Arch gestiegen. Die D2x hatte ich im Adventure Inn in Moab zurück gelassen. Sie hat noch funktioniert, aber der Autofokus war beschädigt und das Gehäuse hatte einen tiefen Riss – damit wollte ich das Schicksal nicht erneut herausfordern.

(Alle Foto sind 1000 Pixel breit, einfach anklicken…)

Nikon D300 - Delicate Arch

Zum Sonnenuntergang treffen sich tagtäglich wirklich viele Fotofreunde am Delicate Arch ein. Der Aufstieg ist etwas beschwerlich, aber diese Location ist einzigartig und der Delicate Arch ist vielleicht der schönste natürliche Gesteinsbogen den unser Planet zu bieten hat. Besonders schön sieht er im letzten Abendlicht aus wenn ihn das warme Licht der untergehenden Sonne für einige wenige Minuten rötlich aufleuchten lässt bevor sie hinter den Felsen versinkt die den Delicate Arch nach Westen hin umgeben. Sehr schön ist es, wenn die Gipfel der La Sal Mountains im Hintergrund noch mit dem Schnee des Winters bedeckt sind.

Doch nicht nur aus dieser „klassischen Perspektive“ sieht der Deliate Arch gut aus. Wie bei allen Motiven lohnt es sich auch hier das Areal ein wenig zu erkunden und den heimlichen Star des Arches Nationalparks aus ungewöhnlichen Perspektiven abzulichten.

Nikon D300 - Delicate Arch

Ich spiele immer wieder gern mit dem Weißabgleich. Normaler Weise bin ich immer auf der Such nach den „korrekten Farben“, aber bei Fotos im letzten Abendlicht sollte auch mal erlaubt sein was gefällt. In den leider fast vergangenen Zeiten der analogen Fotografie halfen Fotografen aus aller Welt durch die Wahl des Filmmaterials und den Einsatz farbiger Cokin-Filter der Stimmung ihrer Fotos ein wenig auf die Sprünge. Im Zeitalter der digitalen Fotografie ist das meist nicht mehr notwendig. Heutzutage ist ein stabiles Stativ und eine Kamera die Belichtungsreihen beherrscht viel wichtiger. Selbst extreme Tonwertunterschiede bekommt man so in den Griff und die Ergebnisse sind häufig ganz erstaunlich, beinahe übernatürlich. Manch einer mag das ablehnen, aber letztlich geht es in der Landschaftsfotografie darum den einen oder anderen Hingucker zu erstellen. Und wenn HDR, DRI und Co. dabei helfen, warum nicht?

Hier einige weitere Fotos dieses schönen Abends am Delicate Arch in Utah.

Nikon D300 - Delicate Arch

Nikon D300 - Delicate Arch

Nikon D300 - Delicate Arch

Nikon D300 - Delicate Arch

Nikon D300 - Delicate Arch

Nikon D300 - Delicate Arch

 

Fazit

Das Kramen in alten Fotos macht immer wieder Spaß und fördert oft Erstaunliches zu Tage. Als die Nikon D300 im Jahr 2007 erstmals die Regale deutscher Fotogeschäfte zierte, war sie das heißeste Eisen das man sich für Geld kaufen konnte. Inzwischen musste sie diesen Rang an die Nikon D800E abtreten. Aber tolle Fotos kann man mit dieser Kamera auch im Jahr 2013 noch machen. Wer sich bislang keine digitale semiprofessionelle Kameras leisten konnte, der wird in den kommenden Wochen am Gebrauchtmarkt viele sehr gute erhaltene Exemplare finden die dort preiswert verkauft werden um die Geldbörsen für den Kauf der einen oder anderen Nikon D7100 zu füllen. Für 600 bis 700 Euro sollte sich dann eine Nikon D300 „besorgen“ lassen und glaubt mir, mit dieser Kamera könnt Ihr noch viele Jahre lang eine Menge Spaß haben – Alteisen sieht anders aus!

0 Kommentare zu “Nikon D300 – Delicate Sunset

  1. Hi Ansgar,
    ich habe mir kürzlich selbst erst eine D300 mit ca. 400 Auslösungen zugelegt. Ich konnte einfach nicht wiederstehen. Das Teil sieht aus wie neu und kostete nur einen Bruchteil des Neupreises. Ich hatte erst überlegt auf eine D7000 zu gehen, aber die D300 gefällt mir non der Haptik deutliche besser und gute Fotos kann man mit beiden Kameras machen. Das zeigst Du ja hier in Deinem Blog immer wieder.

    • Hallo Werner,

      ich bin ganz Deiner Meinung! Diese ganze Hysterie bei immer neuen Kameras mit immer mehr Pixeln ist überflüssig. Statt die letzten Kröten für die allerneueste Kamera und Objektive mit Nanovergütung zusammen zu kratzen sollte man sich entspannen und vom gesparten Geld ein paar schöne Reisen machen. Statt im Web nach immer besseren Kameras zu forschen und sich nächtelang durch die Foto-Foren dieser Welt zu wühlen sollten man mal ein Buch von Andreas Feininger und vor allem die Bedienungsanleitung zur eigenen Kamera lesen! Das bringt meiner Meinung nach mehr als alle Megapixel dieser Welt 🙂

      Viele Grüße,
      Ansgar

  2. Wer mit Andreas Feininger noch nichts anzufangen weiß, der klickt hier…

    http://www.bing.com/images/search?&q=Andreas+Feininger&qft=+filterui:photo-photo&FORM=R5IR21

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