Bildbearbeitung mit Nik Color Efex Pro 4.0

Vor ein paar Tagen habe ich mein inzwischen etwas betagtes 13″ MacBook gegen ein aktuelle Höllenmaschine mit 16GB Arbeitsspeicher, einer 512GB SSD und einem famosen Retina-Display ersetzt. Wie bei jedem Tausch eines Rechners war daher auch diesmal eine ziemliche „Installationsorgie“ notwendig. Nachdem alles installiert war habe ich das neue Display ein wenig mit Photoshop CS6 auf die „Probe“ gestellt. Dabei kam mir die Idee endlich die Nik Color Efex Pro 4.0 zu kaufen und auf diesem tollen neuen Notebook zu installieren. Zu kaufen gibt es diese Software online via Google Nik Collection zum Preis von 149,- $ (ca. 112,- €). Der Kauf ist sehr einfach und der Kaufpreis kann bequem bspw. via Paypal bezahlt werden.

Bildschirmfoto 2013-09-22 um 20.11.38

Die Nik Color Efex Pro 4.0 sind eine Sammlung diverser Tools für die Bildbearbeitung. Nach der Installation hat sich diese Software sehr elegant in Photoshop CS6 integriert, hier gibt es also keinen „Medienbruch“. Für die Nutzung ist kein Wechsel zu einer separaten Software notwendig, alle Arbeitsschritte können innerhalb von Photoshop erfolgen. Bereits nach den ersten „Testbildern“ ist mir diese Software sehr an Herz gewachsen. Gezielt eingesetzt kann man seine Bilder damit sehr subtil aufbessern. Aber es sind auch krasse Bearbeitungen wie im folgenden Bild möglich.

Hier habe ich für Euch ein relativ langweiliges Bild das im Jahr 2011 auf dem Weg nach Walker in Kalifornien entstanden ist.

DSC_3372

Die zu diesem Bild gehörende RAW-Datei habe ich mit Photoshop CS6 geöffnet und anschließend mit den Tools „Color Efex Pro“ und danach „HDR Efex Pro“ bearbeitet. Dabei habe ich einfach einige der vielen Voreinstellungen verwendet. Die gesamt Bearbeitungszeit für dieses Foto betrug kaum eine Minute und das Ergebnis ist ein echter Hingucker. Auch wenn das Ergebnis mit einer Fotografie nicht mehr wirklich viel zu tun hat und es sieht mehr nach einem Gemälde oder einer gerenderten künstlichen Landschaft aussieht, es hat was – meine ganz persönliche Meinung.

(Alle Beispiele sind 1920 Pixel breit, einfach anklicken und via flickr.com in Originalgröße anschauen)

Supernatural California - Nikon D300

Weniger stark übertrieben ist der Einsatz beim folgenden Foto ausgefallen. Hier sehen wir einen im Original etwas langweilige Szenerie aus den Nevada Mountains die Kalifornien und Nevada trennen. Auch hier war die Bearbeitungszeit nicht wirklich lang und das Ergebnis gefällt mir wirklich gut. Um der Bildwirkung Rechnung zu tragen habe ich diese Fotos bei flickr.com im Album „Supernatural Landscapes“ abgelegt.

Supernatural California #2 - Nikon D300

Hier habe ich noch ein alt bekanntes Motiv, das ich zuerst im Jahr 2005 mit einer Nikon D2x und dem Nikon AF-D 80-400mm aufgenommen habe. Fast 6 Jahre später habe ich das gleiche Motiv mit einer Nikon D700 und dem Höllentele Nikkor AF-S VR 4/200-400mm aufgenommen. Dieses Foto habe ich mir erneut vorgeknöpft und das RAW-Bild mit den Nik Color Efex bearbeitet. Hier fällt die Bearbeitung nun deutlich dezenter aus und das Ergebnis gefällt mir wirklich gut.

La Casa de Dios

Kommen wir zu einem Foto das vor etwas acht Wochen während einer Motorradtour mit der Nikon 1 J2 entstanden ist. Die Gegenlichtsituation war schwierig und der kleine Chip schien zunächst deutlich überfordert zu sein. Die JPG-Datei zeigte besonders in den hellen Bereichen nahezu keine Zeichnung mehr. Umso mehr war ich erstaunt was die Nik HDR Efex in diesem Bild sichtbar machen konnten.

Nikon_1V1_DSC_5661

Hier ein zweites weitere Beispiele die während dieser Motorradtour entstanden sind.

Nikon_1V1_DSC_5572

Nikon_1V1_DSC_5522

Hier habe ich noch einen direkten A/B Vergleich zwischen einer JPG-Datei so wie sie meine Nikon D300 geliefert und hat und einer etwas übertriebenen Bearbeitung mit den NIK Filtern.

Supernatural-California #3 - Nikon D300

Supernatural-California-3-Original

Fazit

Wer einen Weg zur überaus effizienten Nachbearbeitung seines Bildmaterials sucht und wie ich in der Landschaftsfotografie einen etwas „übernatürlichen“ Look seiner Fotos mag, der kommt für ca. 112,- Euro mit den Tools der Nik Collection sehr schnell ans Ziel. Doch der Leistungsumfang dieser Software geht weit über die hier gezeigten Beispiele hinaus. Die enthaltenen Tools für das gezielte „Nachschärfen“ und Schwarz-Weiß Konvertierungen werde ich in den kommenden Wochen näher unter die Lupe nehmen und für Euch immer wieder entsprechend markierte Beispielfotos bei flickr.com posten.

Wer mag kann mich auch bei facebook adden und dort mit mir alle Themen der Fotografie diskutieren.

0 Kommentare zu “Bildbearbeitung mit Nik Color Efex Pro 4.0

  1. Hallo Ansgar !

    Die Nic Collection, kostet sogar nur 149,- $ also knapp 112,- €. Und dafür bekommst Du nicht nur Color Efex sondern insgesamt 6 Filter. Deshalb Nic Collection 😉

    Gruß
    Stefan

    • Hey, da habe ich tatsächlich $ mit € verwechselt – schnell korrigieren – danke für das aufmerksame Lesen 🙂

      • 😀 Gerne !
        Allerdings bist Du für die 149,-$ jetzt auch für immer und ewig in der Datenkrake google gefangen…….. 😉

        • Als google+ Member bin ich das ohnehin und dass die meine E-Mails auswerten um mir passende Werbung anzubieten ist auch klar. Aber wie sagen sie so schön „Don’t be evil“ – hoffen wir das beste 🙂

  2. Erstaunlich was man aus einem Bild herausholen kann! Und wer hat nicht hin und wieder ein eher 08-15 Bild. Und mit dieser Software kann man dann doch offenbar ein paar HIngucker kreieren. Ich habe Silver Efex, bin auch zufrieden. Da kann man doch mit wenigen Schritten ein spezielles b/w Bild hervorzaubern. Geht prima mit Photoshop.
    Viel Spass beim pröbeln mit den weiteren Features.
    LG Thee

  3. Ausnahmsweise ist Google hier ein Segen! Die komplette Sammlung hat früher um € 400 gekostet. Nach der Übernahme durch Google ist sie also deutlich günstiger geworden. Ich hoffe nur, dass eine Weiterentwicklung auch stattfindet und die Technik nicht irgendwann in Picasa oder Ähnlichem verschwindet.
    „Spiele“ zur Zeit auch mit den Topaz-Filtern. Hier kann man auch erstaunliche Effekte in der Nachbearbeitung erzielen.
    Oh … bevor ich es vergesse: die Bilder gefallen mir gut (trotz/wegen der Bearbeitung 😉 ).

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