iPad – Upgrade auf iOS 7

Bereits im Mai 2011 habe ich mir ein iPad II bestellt und benutze dieses Gerät jetzt schon viele Monate mit großer Begeisterung. Zwar ist es für mich in keiner Weise ein Ersatz für ein Notebook, aber um mal schnell etwas nachzulesen, Musik zu hören oder auf Reisen die Langeweile zu vertreiben ist es genau richtig.

Nachdem bei Facebook & Co. schon seit einigen Wochen über das neue Design und die Features von iOS 7 diskutiert wird, war es heute bei meinem schon recht alten iPad soweit. Frisch geladen habe ich es am Morgen eingeschaltet und die Meldung erhalten, dass nun auch das iOS 7.0.2 für mein iPad zu Installation bereit ist. Ich habe eine Weile überlegt ob ich dieses Upgrade wirklich ausführen soll und habe eine Weile versucht im Internet Stimmen von Anwendern zu finden die diesen Schritt bereits gegangen sind. Viel habe ich nicht gefunden, aber die wenigen Stimmen waren überwiegend positiv. Also los…

Über die Systemeinstellungen kann das Update gestartet werden. Der gesamte Prozess nimmt etwa 90 Minuten in Anspruch, der Akku sollte gut geladen sein. Im Zweifel empfiehlt sich der Anschluss an ein Netzgerät. Nach der Prozedur meldet sich das iPad dann in mehreren Sprachen – nette Idee 🙂

Das neue Design ist etwas bunter und verspielter als zuvor. Apple ist mit iPhone & Co. auf dem asiatischen Markt weniger stark als in Europa und den USA. In Asien verkaufen sich kleine hübsche bunte Dinge erfahrungsgemäß besser. Bereits beim Design von Windows XP hat Microsoft diesen Schritt gemacht und sein Betriebssystem den Wünschen der asiatischen Kunden angepasst. Nun ist Apple mit iOS 7 an der Reihe…

Die bisher bekannte Multitasking-Bedienung ist eines der ersten Merkmale das mit ins Auge sticht weil es deutliche Änderungen erfahren hat. Wer früher mit vier Fingern von unten nach oben über das Display gewischt hat bekam eine Liste der letzten Anwendungen angezeigt. Diese bekommt man jetzt als Vorschaubild in Form einer Galerie zu sehen. Mit einem Finger kann man die Anwendungen nach oben „wegwischen“ – sie werden dann vollständig beendet. Alternativ kann man auch den Home-Button zweimal schnell nacheinander drücken.

Die Fotosammlung wurde ebenfalls komplett überarbeitet.

Auch bei den Systemeinstellungen gibt es einige unscheinbare Neuerungen.

Der iTunes Store hat ein neues Outfit erhalten, bei der Funktionalität sind mit bislang keine Unterschiede aufgefallen.

Im App-Store kann nun eine Einstellung vorgenommen werden die eine automatische Aktualisierung aller APPs ermöglicht. Sobald ein WLAN verfügbar ist können sie sich dann schnell mal selbständig updaten. Was ich davon halten soll weiß ich noch nicht, praktisch scheint es jedenfalls zu sein.

Einige APPs haben in Verbindung mit iOS 7 gleich ein komplettes Redesign erhalten. Ein Beispiel ist die Vimeo-APP.

Nach der Anmeldung kann man seine Vimeo Videos sehen. Neu ist ein Feature, dass einige der aktuellsten Videos automatisch auf dem iPad speichern kann. So kann man diese Videos auch mal offline im Flugzeug anschauen.

Der Zeitungskiosk wurde auch überarbeitet. Statt der Nachbildung eines Holzregals gibt es jetzt gestapelte Farbverläufe.

Bei den Angeboten hat sich allerdings nichts geändert und vieles ist hier beim Alten geblieben.

Auffällig sind auch die Neuerungen beim Safari Internet-Browser. Ein separates Suchfeld gibt es nicht mehr. Wie bei Windows 8 gibt man Suchbegriffe nun einfach in der Adresszeile ein und wird an die eingestellte Internet-Suchmaschine weitergeleitet. Außerdem gibt es jetzt ein Art „Homepage“ auf der Verknüpfungen zu häufig genutzten Web-Angeboten für den schnellen Zugriff abgelegt werden können.

Mein BLOG anscharius.net wird wie zuvor angezeigt. Auch die Gesten funktionieren noch wie gewohnt und wem die Schriftgröße zu klein ist, der kann die Textspalte mit einer schnellen Spreizgeste schnell auf das volle Displayformat bringen. Es gibt Dinge die sind so gut, dass man sie nicht ändern sollte 🙂

Wer mehrere Apple-Geräte benutzt kann nun einzelne Tabs auch in seiner persönlichen iCloud speichern und so mit anderen Geräten synchronisieren – sehr praktisch!

Wer mit dem iPad gern Musik hört kann mit einem Finger auf dem Display von unten nach oben streichen und so den Kontrollbereich einblenden. Ganz gleich mit welcher Anwendung man gerade arbeitet, hier kann man schnell zu einem anderen Song wechseln und vieles mehr – auch sehr praktisch!

Wer ein Apple TV hat wird sich freuen, dass das AirPlay weiterhin sehr gut funktioniert – vorausgesetzt man hat einen aktuellen WLAN-Router. Ich hatte eine Weile eine wirklich alte FritzBox mit der es nicht funktioniert hat. Nach dem Wechsel von der Telekom zu einem anderen Provider gab es vor zwei Jahren eine neue FritzBox und damit klappt das Airplay nun ganz vorzüglich.

Die Weltzeit-Uhr gibt es weiterhin, man kann sich mit dem iPad wecken lassen, es als Stoppuhr für das Kochen der Frühstückseier verwenden, auch hier haben sich nur einige kleine Änderungen des Design ergeben.

Der Zugriff auf Filme, TV-Sendungen und Musikvideos ist unverändert geblieben.

Nachdem der Rauswurf von „Google-Maps“ im ersten Wurf nicht wirklich viele Freunde gefunden hat, ist die Kartenanwendung nun deutlich erwachsener geworden. Wie bei Google Maps kann man nun bspw. ein Layer mit Stauangaben einblenden, sehr praktisch!

Eine Umschaltung zwischen 2D und 3D Ansicht gibt es auch und einige wichtige deutsche Gebäude werden jetzt als tolles 3D-Modell angezeigt.

So kann beispielsweise der Kölner Dom munter hin und her gedreht und von allen Seiten aus unterschiedlichen Höhen betrachtet werden. Auch das Kölner Stadtumfeld wird sehr schön abgebildet – Ein echter Pluspunkt!

Am Erscheinungsbild der Musikanwendung haben sich einige Änderungen ergeben.

Kommen wir zu einigen sehr coolen APPs die eigentlich mit iOS 7 nichts zu tun haben, die aber unter iOS 7 sehr gut funktionieren. Eine meiner Lieblingsanwendungen ist iGeoPix. Diese APP kombiniert eine Kartendarstellung mit dem Schnellzugriff auf Bilder des Bilderdienstes „Panoramio“. Eine sehr schicke APP um schnell neue lohnende Fotomotive zu entdecken!

Sehr geil ist die APP KORG ELECTRIBE, sie kommt im Gewand eines Drumcomputers daher und bietet tatsächlich viele Features die sich hinter einer echten Hardwarelösung nicht verstecken müssen.

Auch die diversen virtuellen Synthesizer für das iPad funktionieren mit iOS auf den ersten Blick wirklich gut.

Wer Gitarre spielt und den ein oder anderen neuen Song lernen möchte, dem sei die APP „Songsterr“ (Siehe auch http://http://www.songsterr.com) sehr ans Herz gelegt!

Mit der Apple APP „Pages“ lassen sich Präsentationen erstellen und ggfs. via Apple TV und Beamer vorführen. Die APP ist recht preiswert und bietet einen überraschend großen Funktionsumfang.

Die Anordnung der Spotlight-Suche wurde geändert. Früher hat man vom „Home-Screen“ nach links gewischt und konnte dann sein iPad durchsuchen. Mit iOS 7 wischt man, ganz gleich auf welcher Page man sich befindet, einfach von oben nach unten über das Display und es öffnet sich die Spotlight-Suche. Auch sehr praktisch!

Mit der APP FlickStackr kann man sehr schnell und überaus effizient durch das Angebot des Bilderdienstes flickr.com navigieren.

Über die Schaltfläche oben rechts ist ein Wechsel zwischen der großen Ansicht und den technischen Details (EXIF-Viewer) möglich. Außerdem können Bilder sehr einfach bei Facebook & Co. geteilt werden. Diese APP sollte jeder flickr-User auf seinem iPad haben!

Fazit

Auf den ersten Blick scheint Apple mit dem neuen iOS 7 ein großer Wurf gelungen zu sein. Der befürchtete Einbruch in der Performance ist ausgeblieben, vielmehr fühlt sich mein inzwischen recht altes iPad II mit iOS 7 sogar etwas flüssiger an. Im Zuge der Einführung von iOS 7 haben viele APPs durch ihre Entwickler ebenfalls ein „Brush-Up“ erfahren, was vielen APPs wirklich gut getan hat.

Alles in allem bin ich mit diesem kostenlosen Update aktuell mehr als glücklich. Mein altes iPad II fühlt sich mit iOS 7 fast wie ein neues Gerät an, daher würde ich sagen:

  • DAUMEN HOCH für iOS 7

0 Kommentare zu “iPad – Upgrade auf iOS 7

  1. Man kann über Apple sagen was man will, aber Hardware und Software sind perfekt aufeinander abgestimmt. Die Updates sind von sehr hoher Qualität.
    Das optische Redesign ist nicht der „burner“ aber OK.
    Im Gegensatz zu meinen Windows und Android Geräten habe ich bei meinen iPads und iPhones Null Probleme. Das Betriebssystem und die Programme funktionieren zu 99% fehlerfrei. Apple Geräte sind funktionierende Werkzeuge. Das kann ich von Windows und Co. nicht sagen.

    Danke für Deinen ausführlichen Bericht.
    Grüsse
    Heinz

  2. Danke für die ausführliche Darstellung und die vielen Screenshots. Überlege auch schon länger, ob ich meinem alten iPad II das Update antue oder es lieber lasse. Ich mache mir vor allem Sorgen um die Performance. Habe einen anderen Artikel gelesen, nach dem diese leicht schlechter sein soll. Mmmm… bin noch nicht so richtig überzeugt und werde erst einmal abwarten

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