Teneriffa 12-2013 – Tag 14

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Es ist Freitag der 27. Dezember 2013 – Weihnachten haben wir ohne Stress hinter und gebracht und wir haben ein wenig die Hoffnung, dass es im Loro Parque heute nicht so extrem voll sein wird, schließlich ist es Freitag und es ist eher für den Samstag & Sonntag mit einem sehr großen Andrang zu rechnen. Doch als wir mit unserem Mini-Van viel zu spät gegen 12h mittags dort eintrudeln, sind bereits alle Parkmöglichkeiten ausgeschöpft. Recht weit weg in der Nähe des Maritim-Hotels ist ein Fußballplatz und dort könnte man parken. Als wir dort eintrudeln steht ein Typ in dunkelgrauer Hose mit braunem Pullover wild winkend auf der Straße und weist uns mit seinen Händen den Weg auf den Parkplatz. „Nicht der schon wieder…“ geht es mir durch den Kopf. Den Typen habe ich hier schon mehrfach gesehen und er ist ein selbst ernannter Parkwächter ohne Lizenz oder eine andere Form der Legitimation. Als wir aussteigen kommt er uns auch schon entgegen. Von den Spaniern die vor uns auf den Parkplatz gefahren sind will er zwei Euro, weil wir reiche Deutsche sind will er von uns 5 Euro. Ich bin ja bereit ihm etwas zu geben, denn zu genau habe ich die Geschichte meines Freundes Wolfgang im Ohr der ihm im letzten Jahr nichts gegeben hat und nach dem Besuch des Loro Parque sein Auto mit einem platten Reifen vorfand.

Da ich absolut keine Lust habe später am Abend an unserem Mietwagen eine Rad wechseln zu müssen, gebe ich ihm die 5 Euro. Er dreht sich um und ist weg. Ich rufe ihm hinter her „Hey Senor…“ Er kommt zurück und ich frage ihn nach einer Quittung. Nein, die will er mir nicht geben, aber er wird ein Auge auf unser Auto werfen. Ich will aber eine Quittung!! Er ist genervt und drückt mir die 5 Euro wieder in die Hand. Aber ich will keinen platten Reifen also gebe ich ihm die 5 Euro wieder zurück und frage nochmals nach ein Quittung. Er ist genervt und versichert, dass er auf das Auto aufpassen wird.

Mir wird das Spiel zu blöd und wir gehen einfach weiter. Der einzige vor dem man unseren Mietwagen hier beschützen muss ist meiner Meinung nach eben genau dieser Aufpasser. Insgeheim hoffe ich, dass der Mietwagen nach unserer Rückkehr keinen Plattfuß haben wird…

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Vor dem Loro Parque wird uns dann klar, dass es ziemlich blöd war in Ruhe auszuschlafen und erst so spät hier anzukommen. Die Schlange an den Kassen ist lang und bis ich meine 33,- Euro bezahlen darf dauert es fast 20 Minuten. Meine Sandra ist schneller drin, sie hat ein tolles Kombi-Ticket!

Im Loro Parque ist dann die absolute Hölle los. Alles wäre nicht so schlimm wenn nicht überall Kinder schreien und herumtoben würden. Wenn wir früher mit unseren Eltern im Zoo waren, wurden wir immer wieder ermahnt nicht zu schreien, zu rennen oder herum zu toben – aus Rücksicht auf die Tiere. Aber das Wort Rücksicht kennen moderne Eltern scheinbar nicht mehr und so dürfen Kinder heute einfach überall und jeder Zeit an die Scheiben klopfen die Tiere mit ihren Handys anblitzen und mir ihr Scheiß-Eis an die Hose schmieren und auf die Schuhe tropfen.

Es gibt Tage im Leben, da ist es schwer Kinder als einen Segen und eine Bereicherung für unser aller Leben zu empfinden…

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Meine große Nikon D800E mit allem Zipp & Zapp habe ich heute daheim gelassen. Statt dessen filme und fotografiere ich ausschließlich mit der Nikon 1 V1 und dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm. Zwischendurch kommt auch immer mal wieder der 1,7x Teleconverter dazwischen. So kann ich praktisch alles Getier wirklich schön groß abbilden und sogar während ich filme die Szenerie trotz des hellen Umgebungslichts im elektronischen Sucher kontrollieren. Mit der Nikon D800E wäre das kaum möglich. Zwar liefert die D800E eine noch etwas bessere Video-Qualität aber auf dem Display sieht man bei hellem Licht fast nichts und so ist es ohne weiteres spezielles Video-Zubehör manchmal kaum möglich vernünftig damit zu filmen.

Hier sind die kleinen Nikon 1 Kameras echt im Vorteil und aufgrund des kleinen Chips wird mein 70-200mm Telezoom zur 190 – 540mm Telekanone mit Blende 2,8. Nimmt man noch den Teleconverter dazu, so wird es richtig geil und alles mit einer Naheinstellgrenze von 150 cm!!!!

Gegen 17h will ich noch ein wenig bei den Gorillas und Schimpansen filmen. Aber es ist jetzt gar keine gute Zeit mehr. Die Sonne steht jetzt sehr tief und scheint von hinten auf das Glas der Gehege. So sind kaum noch schöne Aufnahmen möglich. Wer im Loro Parque schöne Aufnahmen der Schimpansen machen möchte, der sollte früh am Morgen als erster Gast vor den Toren des Parks stehen und sofort zu den Schimpansen durchmarschieren. So habe ich bislang immer schöne Fotos aufnehmen können. Heute bin ich ziemlich enttäuscht und ärgere mich ziemlich, dass wir nicht um 8h30 ohne Frühstück sofort zum Park gefahren sind.

Als wir gegen 18h an unserem Auto ankommen sind wir müde und ziemlich am Ende. Da freut es mich umso mehr, das an unserem Auto alle Reifen prächtig viel Luft haben und wir uns gleich auf den Heimweg zum Hotel machen können.

Später bei der Sichtung meiner „Beute“ bin ich ganz zufrieden, aber ich hatte nur knapp 5 Stunden und das ist eigentlich viel zu wenig. Außerdem habe ich beim Verlassen des Park vergessen mich für den „Zweiten Besuch“ zu registrieren. Das kostet nur 10,- statt nochmals 33,- Euro und ist ein echt gutes Angebot. Das ist ziemlich ärgerlich, denn ich mag diesen Park wirklich gern. Na, vielleicht besuche ich in den nächsten Tagen noch den Jungle Park (auch als Adler Park bekannt) in der Nähe von Arona im Süden der Insel. Dort gibt es eine sehr coole Flugshow und auch hier könnte die sehr coole Nikon 1 all ihre Stärken voll ausspielen. Na schauen wir mal…

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