Honda NC700 auf Gran Canaria mieten

Die Zeit der Trennung war lang und wir freuen uns auf unser Wiedersehen. Während Sandra unterwegs nach Fuerteventura ist, bin ich noch beim Frühstück. Von 10:30 bis 12:30 hat Sandra „Mittagspause“ bevor es mit der Kanarischen Fluggesellschaft Binter Canarias weiter von Fuerteventura nach Gran Canaria geht. Die Landung ist für 13:10 geplant. Ich mache mich so gegen 12:45 auf den Weg zum Flughafen. Als ich ankomme ist Sandra gerade gelandet. Ihr Gepäck hat sie „motorradfreundlich“ in einer Rolle verpackt, die aussieht wie ein großer silberner Seesack. Diesen wasserdichten großen „Sack“ hat sie sich zuvor bei FC-Moto zum Preis 39,90 Euro bestellt, heute erweist er sich als sehr praktisch. Bei der Gepäckaufgabe am Düsseldorfer Flughafen hat die Waage ein Gewicht von lediglich 8 Kilogramm angezeigt, für das Gepäck einer reisende Frau höchst ungewöhnlich!

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Vor dem kleinen Flughafen findet Sandra mich auf Anhieb. Wir schnallen den großen „Sack“ auf meinem Motorrad fest und sind schon ein paar Minuten später unterwegs. Sandra hat mir auch ein paar Ersatzteile mitgebracht, die hier auf den Kanaren ggfs. schwierig zu bekommen sein würden. Im Gepäck sind Luftfilter, Ölfilter und neue Bremsbeläge. So bin ich gut gerüstet für die Inspektion, die für den kommenden Montag mit der Firma BMW Marmoto in Las Palmas abgestimmt habe.

Im Hotel angekommen packen wir schnell ihre Sachen aus und gehen zu Fuß einige hundert Meter zur Motorradvermietung BM-Bikes. Nun kann Sandra sich ein Motorrad aussuchen. Die BMW F650 ist noch das ältere Modell mit dem kleinen Einzylinder-Motor. Der Lenker ist breit und nur wenig gekröpft, Sandra gefällt dieses Motorrad überhaupt nicht. Dann wäre da noch eine Kawasaki, die ist es aber auch nicht. Es gibt noch ein Buell, sie ist zu hoch, eine BMW R1200, die ist hier zu schwer und zu wuchtig. Die drei BMW F800 GS haben 84cm Sitzhöhe, viel zu viel für eine Körpergröße von ca. 175 Zentimetern.

Letztlich passt die Honda NC700X am besten. Dieses Motorrad ist etwas teurer als das was ich bereits angezahlt habe, ich muss nochmals 30,- Euro nachlegen. Somit kostet die Honda NC700X für 6 Tage 376,- Euro. Auf dem Tacho stehen schon knapp 25.000 Kilometer und das Motorrad hat schon so einige Gebrauchsspuren. Der Kupplungshebel ist ein wenig verbogen und ein paar Schrauben sind schon etwas angerostet. Aber der Hinterreifen ist ganz neu und grundsätzlich macht das Motorrad einen guten Eindruck. Sehr praktisch ist das große Helmfach das genau dort ist, wo man eigentlich den Tank vermuten würde. Der Einfüllstutzen für das Benzin ist unterhalb der Beifahrer-Sitzbank. Bei diesem Motorrad ist manches anders als erwartet.

In der Wikipedia findet man folgendes zu diesem Motorrad:

Die NC700X ist ein teilverkleidetes Motorrad des japanischen Fahrzeugherstellers Honda. Das als Crossover-Bike beworbene motorisierte Zweirad wurde am 9. November 2011 auf der EICMA in Mailand präsentiert und ab April 2012 verkauft. Der Hubraum des Zweizylindermotors beträgt 670 cm³. Die Verkaufsbezeichnung NC steht für New Concept.

Von Honda in Auftrag gegebene Marktumfragen ergaben, dass Motorräder in über 90 % der Zeit bei einer Geschwindigkeit von unter 140 km/h und bei Motordrehzahlen von unter 6000/min bewegt werden. Aus diesem Grund hat Honda ein für diese Nutzungsbereiche optimiertes, günstiges Motorrad entwickelt.

Die NC 700X teilt sich eine Plattform mit dem Naked Bike NC 700S (RC61) und dem Großroller NC 700D Integra (RC62). Um Entwicklungs- und Fertigungskosten zu senken, übernahm Honda Motors das aus dem Automobilbau bekannte Baukastenprinzip und realisierte auf gleicher Plattform drei unterschiedliche Modelle, deren Motor, Rahmen, Kraftstofftank und Bedienelemente weitgehend identisch sind.

Das Motorrad beschleunigt in 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 168 km/h. Der Benzinverbraucht liegt bei 4,1 Litern auf 100 Kilometern. Der Kraftstofftank fasst 14,1 Liter. Das Staufach hat ein Volumen von 21 Litern.

„Tatsache ist, dass die brandneue Honda NC 700 X von den Eckdaten her eher der Vernunft als dem Lustprinzip huldigt. Das neue Volksmotorrad glänzt neben dem enorm günstigen Preis von knapp 6000 Euro vor allem durch gehobenen Alltagsnutzen statt mit panzerbrechender Dynamik.“
– Wulf Weis: Motorrad News

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Im Hotel angekommen ist Sandra froh und glücklich es endlich geschafft zu haben. Sie ist in der Nacht um 3h aufgestanden und jetzt schon seit fast 12 Stunden auf den Beinen. Aber sie kann nun in der Sonne liegen und ein leckeres Glas Weißwein trinken, das entschädigt ein wenig für die Mühen der Reise.

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Später kaufen wir im kleinen Supermarkt um die Ecke noch ein paar Lebensmittel und lassen den Tag im Restaurant des Hotels würdig ausklingen.

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Für den nächsten Tag haben wir eine kleine gemeinsame Motorradtour geplant, damit Sandra mit dem neuen Motorrad etwas „warm werden“ kann. Am Montag soll es dann zur Werkstatt nach Las Palmas gehen. Dort wird meine BMW einen kompletten Service erhalten und Sandra und ich werden uns zu zweit einen Tag lang mit der Honda NC700X vergnügen. Dann werde ich dieses Motorrad bewegen und Sandra wird als Sozia mitfahren. Ich bin schon sehr gespannt wie sich dieses kleine Motorrad dabei schlagen wird.

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