BMW Motorrad Service auf Gran Canaria

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Die schlechten Straßen haben während der letzten 14.000 Kilometer ihre Spuren an meinem Motorrad hinterlassen. Neben dem extrem teuren hinteren ESA-Federbein hat es auch den linken Heizgriff und den Reifendruck-Sensor im Vorderrad erwischt. Vielleicht ist es aber auch einfach nur der Zahn der Zeit der langsam aber sicher an meinem Motorrad nagt, möglich wäre es. Per E-Mail hat mir Ana von BMW Marmotor in Las Palmas mitgeteilt, dass der neue Heizgriff zur Montage bereit ist. Eigentlich bräuchte man ihn auf den Kanaren nicht, aber die Gelegenheit für eine Reparatur ist hier gerade günstig und wer weiß, was mich auf dem Rückweg nach Deutschland noch alles erwartet?

Weil wir zeitig in Las Palmas sein wollen, stehen wir früh auf und geben Sandras kleine Honda NC700X einige Stunden früher als geplant bei BM-Bikes in der Nähe des Hotels ab. Ich bekomme die Kaution in Höhe von 800,- Euro auf meine Kreditkarte zurückgebucht, danach kann es weitergehen.

Als wir in Las Palmas auf dem Hof von BMW Marmotor eintreffen werden wir schon erwartet. Ana begrüßt meine Sandra mit einem “Happy Birthday”. Am Vortag ist Sandra eine Weile mit meiner K1200 gefahren. Ich habe zwei identische Exemplare und normalerweise fährt sie daheim in Deutschland immer meine weiße K1200r Sport. Daher kennt sie das Fahrverhalten sehr genau. Und auch sie kann mir bestätigen, dass sich meine blaue K1200r Sport seit dem letzten Werkstattaufenthalt irgendwie zäh anfühlt. Wir haben schon den Reifendruck kontrolliert und leicht erhöht, danach wurde es etwas besser, aber besonders in engen Kurven ist sie weniger “biegsam” als früher. Noch vor einigen Tagen konnte man entspannt und flink durch jede noch so enge Kurve fahren. Jetzt ist es als würde ein riesiges Kaugummi die Lenkung verkleben. Man kann es nur schwer in Worte fassen, aber so macht es mit diesem Motorrad keinen wirklichen Spaß. Irgendwas stimmt seit der letzten Wartung nicht mehr und die Ursache sollte unbedingt gefunden werden.

All das versuchen wir Ana auf Englisch zu erklären, die ihrerseits versucht es einem der Monteure zu übersetzen. Er zieht etwas ungläubig die Augenbrauen hoch und fährt letztlich mein Motorrad in die Werkstatt.

Im Verkaufsraum warten wir fast zwei Stunden lang zwischen einem BMW i8 und einem BMW M640i darauf, dass es uns jemand mitteilt sobald die Reparatur fertig ist. Aber es kommt niemand. Irgendwann wird es Sandra zu bunt und sie geht mal nachschauen. Mein Motorrad ist fertig, irgendwie hat man aber wohl vergessen uns Bescheid zu geben. Der Luftdruck-Sensor im Vorderrad ist defekt, wahrscheinlich ist nur die Batterie leer. Laut Ana kann man diese aber nicht austauschen. Sie bietet an einen neuen Sensor zu bestellen, aber ich muss 120,- Euro anzahlen.

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Die Servicearbeiten an meinem Motorrad waren nicht ganz preiswert, aber im Vergleich zu Deutschland doch etwas billiger. Der sehr niedrige Mehrwertsteuersatz schlägt hier positiv zu Buche. Inkl. des Sensors muss ich für die Wartungsarbeiten an meinem Motorrad 845,40 Euro bezahlen. Den Sensor kann ich auf meiner Rückreise von Lanzarote einbauen lassen. Dann hat sich vielleicht auch eine Lösung für die Reparatur des defekten und leider extrem teuren ESA-Federbeins gefunden.

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Die durchgeführten Service-Arbeiten umfassen:

  • Zwei neue Reifen Michelin Pilot Road 4 aufziehen und auswuchten
  • Bremsbeläge und Bremsflüssigkeit tauschen
  • Luftfilter wechseln
  • Kardan-Öl wechseln
  • Motor-Öl und Öl-Filter wechseln
  • Linken Heizgriff austauschen
  • Fehlersuche und Diagnose ESA-Fahrwerk
  • Motorrad reinigen

Ganz witzig ist übrigens meine Rechnungsadresse in “ALEMANIA” 🙂

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Nachdem alles bezahlt ist verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg nach Westen in Richtung Puerto de las Nieves. Ob sich das Fahrwerk jetzt wieder wie früher anfühlt kann ich nicht sagen, da wir jetzt zu zweit unterwegs sind und fast nur auf der Autobahn und Schnellstraßen fahren. Aber es fühlt sich nicht schlecht an. Allerdings hängt mein Motorrad hinten recht tief in den Federn, weil ich das Fahrwerk nicht mehr auf den Betrieb mit Beifahrer umstellen kann. Bei jeder Bodenwelle federt daher das Hinterrad kräftig ein. Als ich das Fahrwerk in den Modus SPORT umschalte wird es etwas besser, so kann man auch mit zwei Personen noch relativ gut fahren, auch wenn die elektrische Verstellung des Stoßdämpfer eigentlich defekt ist.

Am Ziel angekommen grüßen wir die “Einweiser” beim ersten Fischrestaurant nur ganz freundlich und fahren ein paar Meter weiter. Man kann hier sehr schön direkt am Hafen sitzen. Würde jetzt noch die FRED OLSEN Fähre einlaufen, es wäre perfekt.

Während wir unsere Seezunge vom Grill genießen, sagt Sandra plötzlich “Ach schau mal, da kommt ja auch die Fähre….”.

Schnell schnappe ich mir meine Kamera und schieße ein paar Fotos.

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Am Nachmittag geht es wieder zurück nach Maspalomas. Die Autobahn ist sehr voll und wir sind etwa 90 Minuten unterwegs. Im Hotel angekommen, gönnen wir uns noch einen kleinen Salat im Restaurant, trinken ein Glas Wein und lassen Sandras Geburtstag ganz gemütlich ausklingen.

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