Viva Las Vegas



Gestern Abend habe ich noch via Internet und ZDF-Mediathek ein paar Video-Sequenzen zur Katastrophe in Japan anschauen können. Die Nacht war geprägt von Albträumen und einem schlechten Gewissen. Wir machen hier Urlaub und überlegen wo wir die schönsten Fotos machen können, während in Japan die Menschen ums Überleben kämpfen. Ab wir können hier nichts daran ändern und nur hoffen, dass auch diese Katastrophe bald überstanden ist.

Etwas zerknittert suche ich mir nach dem Wachwerden auf dem Handy via www.hrs.com ein Motel in Las Vegas aus. Das Comfort Inn im Norden von Las Vegas macht einen ganz guten Eindruck. Die Buchung klappt sogar via Handy – cool! Ich buche vom 17.3 – 20.3.2011 – also Fr, Sa, So. Die Preise ziehen zum Wochenende deutlich an: 69,99$ – 79,99$ – 99,99$ Damit ist es aber immer noch preiswert und es ist keine Holzhütte in der Sandra nachts die Termiten bei der Arbeit belauschen kann.

So, nun gibt es Frühstück und dann geht es los, bis später…

Update nach dem Frühstück:

Während des Frühstücks drüben bei Denny’s diskutieren wir unsere Rückreiseroute. Die Copilot-Software auf meinem Handy hat eine Route quer durch Death Valley über den Highway 190 vorgeschlagen. Diese Straße sind wir vor zwei Wochen in der anderen Richtung gefahren. Sie ist landschaftlich wirklich reizvoll, aber es gibt gefühlte 1.000.000 Kurven. Man kommt dort nicht wirklich gut vorwärts. Im Motel schaut Sandra dann mal auf ihre tolle Karte von Kalifornien. Wir könnten auch über Beatty fahren, dort haben wir ja schon ein paar Tage übernachtet. Diese Route hat weniger Kurven und wir müssen Zeit bis Las Vegas eigentlich nur absitzen 🙂 Ganz nett, einen Großteil dieser Route kennen wir noch nicht!

So wird es heute wahrscheinlich aussehen:

Update um 16h20

Wir sind angekommen! Hui, war das eine Tour, wirklich anstrengend, aber mitunter auch landschaftlich ganz reizvoll. Der schönste Teil der Tour ist rund um den Highway 168. Es geht über mehrere Pässe, wir durchqueren Hochebenen und fahren Kurven bis zum Abwinken. Da haben wir einmal mehr ein wirklich tolle Route für die ambitionierten Mopedfahrer dieser Welt gefunden. Es gibt auch wieder fast eine Stunde „Kurvenvideo“ – aber das sollte man nicht einfach so wie es ist bei YouTube hoch laden, es sind viele hundert MB.

Hier habe ich noch ein paar Fotos des Tages.

Die Kameras müssen zu allererst ins Auto 🙂 Dann kommen die Koffer an die Reihe…

Ein letzter Blick den Gang hinunter, das Zimmermädchen ist schon unterwegs.

Ein letzter Blick und los geht die Reise…

Bereits kurz nach Bishop geht es wieder hinauf in die Berge. Ganz unten ist angeschlagen, dass eine Straße geschlossen ist. Wir hoffen mal, dass dies unsere Route nicht betrifft. Mit gemischten Gefühlen geht es weiter – aber wir werden Glück haben!

Krass sind die Straßenschilder, fast alle haben Einschusslöcher.

Kurz bevor wir unseren „Zielhighway“ in Richtung Las Vegas erreichen, finden wir noch eine alte Goldmine. Eigentlich würde ich sie gern genauer unter die Lupe nehmen, aber wir haben noch wirklich viele Kilometer vor uns und es ist ungewiss, ob noch etwa dazwischen kommt. Also schnell eine Foto und dann weiter…

Unsere Route führt uns immer wieder hinauf in ein Gebirge, hinab und wieder hinauf. Als wir auf dem Highway 95 ankommen bin ich froh, dass es endlich nur noch geradeaus geht!

In Las Vegas sollen wir die Ausfahrt 76 nehmen, nur welche von Beiden? Es gibt 76A und 76B. Wir erwischen natürlich die falsche Ausfahrt und fahren nach Süden, statt nach Norden. Also bei der nächsten Gelegenheit runter und wieder rauf, ist gar nicht so einfach. Las Vegas ist eine echt große Stadt. Gegen 16h sind wir dann am Comfort Inn. Die Buchung via Handy und HRS hat gut funktioniert, ich zeige meinen Ausweis, meine Kreditkarte und sage meine Postleitzahl, schon haben wir ein Zimmer. Es hat wieder nur ein Bett und ist zur Straße raus. Mindestens einer von uns beiden ist ziemlich bedient, es macht jedenfalls den Eindruck 🙂 Aber ein Denny’s ist auf der anderen Straßenseite und ein Walmart gleich um die Ecke. Und da fahren wir jetzt mal hin 🙂

Update um 19h30

Den Walmart haben wir gefunden und wir haben jetzt 10 (ursprünglich waren es mal 12) Flaschen Corona – hicks… Als wir in Walker ein Sixpack Corona gekauft haben, gab es an der Kasse eine kleine Diskussion. Ich hatte alle Einkäufe in eine große Papiertüte gepackt, das Sixpack Corona habe ich nicht hinein gestopft, aus Angst die Tüte würde reißen und es könnte eine Sauerei wie neulich in Fabians Küche geben. Aber „It’s the Law!“ – Auch ein Sixpack muss hier vor den Augen Minderjähriger auf dem Weg zum Auto verborgen werden!! Also Tüte auspacken, Bier rein, alles ob drauf und dann ganz vorsichtig rüber zum Auto. Andere Länder, andere Sitten!

Hier in Las Vegas kaufen wir dann einen großen Pappkarton mit großem gelben Corona Aufdruck – hier sieht jeder sofort, dass da Bier drin ist – nämlich Corona! An der Kasse schiebt die Kassiererin mir das Bier dann ohne Tüte hinüber. Ob Nevada andere Bier-Regeln als Kalifornien hat? Egal, das Bier ist kalt und nach dem langen Tag im Auto zischt das richtig gut!

Hier habe ich noch unsere „Einflugschneise“ nach Las Vegas samt des kleinen unfreiwilligen Umweges:

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